Dein Warenkorb
Panamá 250g Mókuska Kaffeerösterei

Panamá (250g)

Unser Panamá ist ein Pink Bourbon, aus Kolumbien. Er wurde fermentiert aufbereitet. Das Ergebnis ist ein komplexer, süßer Kaffee, mit Geschmacksnoten von Kirschcola und Spekulatius. Wenn er abkühlt, verändert er seine Charakteristik richtung Hibiskustee.

100% Arabica
vollmundig, süß, würzig
Pink Bourbon
Kolumbien

10,50 €
€ 42 / kg

inkl. MwSt. zzgl. klimaneutraler Versand
Lieferzeit: 3-5 Werktage

Herkunftsland: Kolumbien
Farm: Finca El Diviso (San Adolfo, Huila)
Varietät: Pink Bourbon (100% Arabica)
Aufbereitungsart: Yellow Honey
Anbauhöhe: 1.500m

Röstgrad: Hell
Geschmack: Vollmundig, süß, würzig (Kirschcola, kandierter Apfel, Spekulatius)

 
Wilder Lazo ist eigentlich Tierarzt und auf Viehzucht spezialisiert. Als der Kaffeepreis 2016 immer mehr zurück ging und der Vater stark erkrankte, beschloss er, den Familienbetrieb und die Kaffeefarm gemeinsam mit seinem Bruder auf Vordermann zu bringen.

Zu Beginn lagen ihre Kaffees, trotz aufwendigen Prozessen und Aufbereitungen, nur in einem Bereich von 80-83 Punkten, auf der SCA-Cupping-Skala. Wilder fing an, Bodenproben zu untersuchen, gezielt Nährstoffe und Dünger einzusetzt, mit denen er den pH-Wert neutralisieren konnte und so die Verfügbarkeit der Nährstoffe für die Kaffeesträucher zu erhöhen. Er nennt dies hohe Präzision-Agrikultur. Nun liegen alle seine produzierten Kaffees deutlich über 84 Punkten und erfüllen somit die Kriterien für “Spezialitätenkaffee”. Die geröstete Varietät heißt Pink Bourbon und ist eine seltene Mutation der Varietät Bourbon.

Wilder Lazo achtet sehr sorgsam auf alle Verarbeitungsschritte vor und nach der Ernte: Sehr gute Nährstoffversorgung der Pflanzen, das Ernten von nur vollreifen Kaffeekirschen und das Floating, d.h. das Schwemmen in Wassertanks, um Unreinheiten, überreife und unreife Kaffeekirschen auszusortieren. Anschließend werden die Kirschen in GrainPro Säcken für 48 Stunden anaerob fermentiert. Diese werden mit Kabelbindern fest verschlossen und anschließend in einem Wassertank mit laufendem Quellwasser bei ca. 17°C gekühlt.

Durch die niedrigen Temperaturen und dem anaeroben Ambiente vergären die Hefen alkoholisch. Dadurch, dass die Zeit aber verhältnismäßig kurz ist, helfen die Hefen den Charakter der Varietät in den Vordergrund zu stellen. Der Kaffee wird geschält und nochmals für 36 Stunden im gleichen Ambiente fermentiert.

Anaerobe Fermentation stellt den eigentlichen Kaffeecharakter in den Vordergrund, da die meisten Mikroorganismen viel langsamer arbeiten als bei aerober „Fermentation“ (eigentlich korrekterweise Oxidation, da eine Fermentation per Definition ein anaerober Prozess ist). In der Kaffeeaufbereitung wird aber fälschlicherweise alles als Fermentation bezeichnet, was zwischen Pflücken und Trocknen passiert.

Das Ergebnis ist ein komplexer, süßer Kaffee mit Geschmacksnoten von Kirschcola und Spekulatius. Uns hat besonders fasziniert, wie sehr der Filterkaffee bei sinkenden Temperatur seinen Charakter verändert hat.