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MoMañana (250g)
| helle Röstung |

9,00 

Grundpreis: 36,00 € (1.000g)

Lieferzeit: 3-5 Werktage

Produkt enthält: 250 36,00 

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Beschreibung

Herkunftsland: Peru
Farm: Nacimiento (Monzon, Moyobamba)
Varietät: Caturra (100% Arabica)
Aufbereitungsart: Honey
Anbauhöhe: 1.800m

 

Ein ganz besonderer Kaffee, produziert und importiert von ein paar ganz besonderen Menschen! Jafet Miraval ist ein wahrlich ungewöhnlicher Mensch, mit einer großen Liebe für Landwirtschaft und Kaffeeanbau. Er tut dies in einem der schwiergigsten Landstriche Perus: dem Monzón-Tal, einem berüchtigten Ort, an dem über einhundert Jahre das Kokablatt im Zentrum stand. Seit den 1970ern war die Zeit ganz besonders von Gewalt, Terror und Narcos bestimmt. Unsere Freunde von cumpa haben diesen und andere Kaffees aus dieser Region importiert und unterstützen damit Javet sowie Dutzende weitere Farmer in der Monzón Region. Der Grund hierfür ist sehr einfach: sie alle glauben an die Entwicklung der Farmer*innen und den Beginn einer wundervollen Geschichte. Einer Geschichte, die zeigt, dass Kaffee tatsächlich eine gute Alternative zu Koka ist. Farmer wie Jafet zeigen uns, dass sie damit richtig liegen!

Der 36-jährige Jafet ist ein ruhiger Mensch, der immer lächelt. Man versteht ihn nicht sehr gut, denn sein Mund ist seit einem Unfall in der Kindheit lädiert. In Monzón hat Jafet Miraval die Zeit der Narcos und der Gewalt überlebt. Gemeinsam mit seinen Eltern lebt er heute in Chipaco, einer entfernten Kommune im Monzón-Tal. Hier kultiviert die Familie gemeinsam Kaffee und genießt die Ruhe und den Frieden. Auf der Finca „Nacimiento“, was übersetzt Geburt heißt, ist für die Familie mit Kaffee eine neue Hoffnung geboren.

Jafet und seine Eltern sind bescheidene Leute, die sich ganz und gar dem Kaffee verschrieben haben. Erst seit 2012, als Militärs mit Helikoptern in das Tal kamen und großflächig Kokafelder zerstörten, haben die Bewohner*innen Monzóns überhaupt erst wieder angefangen Kaffee anzubauen. Nur die zielstrebigsten der Farmer*innen konnten in den acht Jahren seither die Qualität von Spezialitätenkaffee erreichen. Die von Koka ausgelaugten Böden erschweren zusätzlich die Entwicklung zur Spezialitätenqualität. Jafet hat das geschafft. Indem er seinem Boden gezielt Humus zuführt, selektiv erntet und sich exotische Prozesse aneignet, erzielt er Jahr für Jahr tollere Ergebnisse.

Sein Honey kommt von 1.800m und ist eine sortenreine Caturra. Der Kaffee wurde 32 Stunden in der Kirsche aerob fermentiert und dann gepulpt. Mit dem vollständigen Zuckerschleim ging es für den Kaffee auf die Trockenbetten, um im Schatten bei kühlen Winden getrocknet zu werden. Im Jahr 2019 hat er zwei verschiedene Honeyprozesse für cumpa produziert, von denen es jeweils nur Kleinstmengen zur Verfügung gab. Mit dem Maultier hat er diese Nanolots dann in mehreren Stunden Wanderung zu Monzón Stadt gebracht, von wo aus die Reise nach Deutschland losging.

Auch acht Jahre nach der sogenannten „Eradicación“, der Ausmerzung, bleibt das Monzón-Tal problematisch. Noch immer sieht man überall Kokafelder, noch immer geschehen Gewalttaten, noch immer gibt es großes Misstrauen untereinander und ganz besonders gegenüber den Entwicklungsinitiativen. Die Korruption grassiert und die Millionen der Entwicklungsprojekte versickern all zu oft in den Büros.

Viele Farmer*innen sind von den liberalen Kaffee- und Kakaomärkten frustriert. Wir haben selbst schon mit angesehen, wie eine Farmerin ihre Caturrapflanzen rausriss und an deren Stelle Koka anpflanzte.

Aber es gibt Hoffnung, und Jafets Geschichte ist ein Beispiel für dieses neue Gesicht Monzóns. Er und seine Familie glauben an ein ruhigeres, besseres Leben mit Spezialitätenkaffee. Dafür geben sie alles und wenden Methoden an, die einzigartige Genusserlebnisse in der Kaffeetasse ermöglichen. Anfangs wurden sie mit ihren organischen Anbaumethoden und den zeitintensiven Prozessmethoden noch belächelt. Doch Jafet bekommt immer mehr Aufmerksamkeit für seine Kaffees, die mittlerweile auch ihren Weg in die Spezialitätencafés in den vornehmen Vierteln Limas finden.

So viel Liebe zum Produkt wollten wir natürlich gebührend würdigen. Daher haben wir diesen Kaffee eine helle bis mittlerer Röstung verpasst, um die Süße und Fruchtigkeit dieses Kaffees maximal zu unterstreichen. Er ist fruchtig und cremig, hat aber auch leicht weihnachtliche Anklänge. Genau passend für die kühler werdenden Herbsttage.

Da wir diesen Kaffee bei uns im Oktober als Monatsspecial im Café ausgeschenkt haben, gibt es leider nicht mehr allzuviel von den beiden Säcken, die wir exklusiv ergattern konnten. Deswegen heißt es nun: schnell zugreifen!

 

Röstgrad: Hell-Mittel
Geschmack: Fruchtig, balanciert, voller Körper (Johannisbeere, Marzipan, Ahornsirup, Kakao)

 

 

Zusätzliche Information

Verpackungsgröße

250g

Mahlgrad

Ganze Bohnen. Kann auf Wunsch auch gemahlen werden. Bitte den gewünschten Mahlgrad bei der Bestellung angeben.

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